In Buenos Aires hatten wir uns ein nettes Hostel nicht ganz im Zentrum ausgesucht. War aber alles kein Problem, wir hatten bereits soviel Bekannte in Buenos Aires gemacht, dass wir z.T. mit dem Auto dort abgeholt wurden und uns die Umgebung gezeigt wurde, außerdem war die Metro ebenfalls nur einen Steinwurf entfernt...
An Buenos Aires hat mir der Hafen, der Puerto Madero eigentlich am besten gefallen, eine wunderschöne Promenade, etwa 3 Jahre später hatte ich ein Deja Vue in Belem (Brasil) und auf Nachfrage habe ich erfahren, dass deren Promenade sich an der in BA orientiert hat. Also alte Kräne und Lagerhallen restaurieren und zur Promenade umbauen...
Gut jedenfalls ham wir hier auch wieder viel angeschaut, auch wenn wir hier speziell zur Polizei kein Vertrauen hatten. Grund dafür war eine Geschichte, die wir von einem Dänen gehört hatten. Der sei in BA gelandet und zwecks Jetlack nachts als Touri in der Stadt unterwegs gewesen, dann von einem Polizeiwagen aufgegabelt worden, seiner ganzen Wertsachen entledigt und in der übelsten Gegend, in der Nähe von La Boca, wieder rausgeschmissen worden...
Nichts desto trotz gehört Buenos Aires in der Kategorie lateinamerikanischer Großstädte zu meinen Favouriten, nicht zuletzt wegen seinem italienischen Flair, das man insbesondere Palermo und am o.g. Puerto Madero fühlt.
Die 4 Tage waren ein richtig schöner Abschluss, neben den Treffen mit unseren Latino-Freunden haben wir auch Flo wieder getroffen, der aus einer Reise im Süden Argentiniens (under Anderem Barriloce) wie ich von BA aus seinen Heimweg antreten würde. Flo war dann auch der erste von uns Dreien der BA Richtung Deutschland verließ, den Platz von dem die Busse zum Flughafen gingen hatte ich damit schon rausbekommen...:-) Danach folgte Tobi, allerdings nahm er einen 24h-Bus zurück nach Vaplaraíso, da er noch ein Semester in Chile bleiben sollte. Ich hatte ihn noch zum Terminal begleitet nicht zuletzt, weil BA eben nicht ganz ungefährlich für Touris mit viel Gepäck ist. Die letzte Reise in Südamerika während dieses langen Aufenthalts hatte sehr viel Spaß gemacht und irgendwie schien es unwirklich, dass sie jetzt tatsächlich ihr Ende finden sollte. Gut wir hatten uns dann verabschiedet und ich war die letzten beiden Tage für mich alleine. Die Zeit alleine habe ich noch dazu genutzt Souvenirs wie Matebecher zu kaufen, außerdem wollte ich mir noch einen tollen Argentino-Hut kaufen, bin dann auch in der halben Stadt herumgefahren zu so einem Spezialladen, war mir dann aber doch zu teuer...:-) Was mich mir allerdings geholt habe war eine maßgeschniederte Rindslederjacke. Das ist ne super Sache, der nimmt am einen Tag Maße und am anderen bringt er es persönlich im Hostal vorbei, Kostenpunkt 120€, für so etwas zahlt man bei uns mindestens das 3-fache... Außer für die Besorgungen nutzte ich die Zeit alleine eben, wie man das so macht, um die schönen Erlebnisse und Erfahrungen Revue passieren zu lassen und über Gott und die Welt zu reflektieren, was ich insbesondere seit dieser Reise doch recht oft mache, v.a. auch mit meinen ehemaligen Reisegefährten...:-)
Es war ein komisches Gefühl, dass dieses abenteuerliche Leben jetzt ein Ende haben sollte und der Alltag, obwohl noch weit weg in der "alten Welt", doch schon in Kürze wieder anbrechen sollte. Daheim wartete das letzte Semester vor der Diplomarbeit auf mich, also schon ein Zeitpunkt an dem man sich langsam Gedanken über seine Zukunft machen sollte. Das schien in dem Augenblick alles so unwirklich, war das Leben, bei dem man (abgesehen von den längeren Aufenthalten in Valpo, die ebenfalls ihr ganz eigenes Flair hatten) nur maximal eine Woche am selben Ort blieb, keinerlei Verpflichtungen hatte und ständig Abenteuer auf dem Programm stand, doch eigentlich ideal und es konnte mit kurzen Unterbrechungen für gelegentliche Heimatbesuche im Prinzip gerade so weitergehen... Nein, es war dann schon so, dass ich mich sehr auf daheim gefreut hatte, besonders auf meine liebe Familie, die mir doch nach der langen Zeit sehr gefehlt hat, aber auch darauf, dass alles bei uns in Deutschland funktioniert und v.a. auch sicher ist und man einfach ohne irgendwelche Bedenken bei Tag und Nacht auf den Straßen herumlaufen kann.
Aber ich muss sagen, selbst heute noch vermisse ich diese Zeit und denke immer wieder gerne daran zurück, auch wenn wir heute noch oft Reisen machen, sind diese mit 3-4 Wochen, was für die meisten anderen schon viel zu lange scheint, weil man ja nur 30 Tage Urlaub im Jahr hat, einfach zu kurz, um wirklich 100% in die andere Welt einzutauchen. Nichts desto trotz gewöhnt man sich an seine neuen Aufgaben, die Verantwortung und (in meinem Fall ;-) ) das Gefühl etwas Gutes zu tun, etwas zu bewegen. Heute hängt eine Hängematte in unserem Wohnzimmer und auch sonst pflegen wir einen an deutschen Maßstäben gemessen zu Weilen "südländischen" Lebensstil, man lässt sich mehr Zeit auf dem Weg von A nach B, man freut sich über kleine Dinge und lacht viel über Kleinigkeiten, geht öfter Kaffee trinken und "verschwendet" einfach Zeit so oft es eben geht...:-) Hierzu trägt im Wesentlichen auch meine liebe Lorena bei, seit bald 3 Jahren meine süße (brasilianische) Freundin, die ich fast ein Jahr nach meiner Rückkehr über Umwege im Spanisch-Tandem-Programm der Uni Stuttgart kennengelernt habe. Das ist übrigens doch recht witzig, weil sie ursächlich eigentlich gar kein Spanisch spricht, das ist aber eine ganz andere Geschichte...;-)
Jedenfalls kann ich jedem, der einmal die Möglichkeit eine solche oder ähnliche Erfahrung zu machen nur raten es einfach zu tun, man wächst enorm, wenn man fern ab der Heimat auf sich alleine gestellt ist und so viele neue Eindrücke erfährt. Im Zweifelsfall, wenn man vor der Entscheidung steht ob "ja" oder "nein", einfach an eines meiner Lieblings-Zitate denken, das ich vor Jahren im Zug auf dem Weg nach Italien von einem Schweizer gehört habe, der immer unter der Woche in Rom arbeitete und vom dem ich auf die Frage, wie er zu dieser interessanten Lebenslage gekommen ist, einfach nur zur Antwort bekommen habe: "Einfach mitmachen..." :-D In diesem Sinne danke fürs Lesen, ich hoffe es hat euch gefallen und bis zum nächsten Mal, wenn ich mal wieder etwas zu berichten habe...;-)
Jedenfalls kann ich jedem, der einmal die Möglichkeit eine solche oder ähnliche Erfahrung zu machen nur raten es einfach zu tun, man wächst enorm, wenn man fern ab der Heimat auf sich alleine gestellt ist und so viele neue Eindrücke erfährt. Im Zweifelsfall, wenn man vor der Entscheidung steht ob "ja" oder "nein", einfach an eines meiner Lieblings-Zitate denken, das ich vor Jahren im Zug auf dem Weg nach Italien von einem Schweizer gehört habe, der immer unter der Woche in Rom arbeitete und vom dem ich auf die Frage, wie er zu dieser interessanten Lebenslage gekommen ist, einfach nur zur Antwort bekommen habe: "Einfach mitmachen..." :-D In diesem Sinne danke fürs Lesen, ich hoffe es hat euch gefallen und bis zum nächsten Mal, wenn ich mal wieder etwas zu berichten habe...;-)
Mal wieder carnaval...:-)
BA...
Mehr BA mit tollen Gebäuden...:-)
Schöner Platz...:-)
Fußballstadion in der Nähe von La Boca...
La Boca...
Cooler Kellner...:-)
Puerto de Madera (wie gesagt steht etwas ganz Ähnliches in Belém, Brasil)...
Restaurierter Kran...
Designerbrücke zum Aufklappen...:-)
Das ist ein Restaurante... :-)
Wie wird das wohl nach meiner Rückkehr?
Auch im Hostal...
Fertig gepackt für den Heimflug...
Vom Hostal aus...
Auch Hostal...
Die nette Dame (ursprünglich aus Barriloche) an der Rezeption mit der ich öfter gequatscht hatte...:-)
Die beste Einbruchsicherung sind eben immer noch Glasscherben...;-)
Valentina, eines der Mädels aus BA, die wir auf unserer Reise kennengelernt hatten und die uns dann die Stadt gezeigt haben...:-)

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