Córdoba empfand ich als sehr schöne Stadt, allerdings war aufgrund der Semesterferien relativ wenig los, sodass wir abends, außer mal in eine Bar zu geh´n nicht viel gestartet haben. Besonders gut hat mir in der Stadt die mit Pflanzen überwachsene Fußgängerzone im Zentrum gefallen.
Jedenfalls fiel uns hier noch ein 2. Problem auf, das die Argentinier neben dem Mangel an Kleingeld mit ihrem Geldkreislauf haben, nämlich, dass montags grundsätzlich mal die meisten Geldautomaten kein Geld mehr ausspucken. Der Grund sei anscheinend folgender, die Argentinier werden wochenweise bezahlt und heben immer alle montags ihr ganzes Geld ab und die Banken sind wohl nicht schnell genug oder einfach zu doof, die Automaten wieder zügig aufzufüllen...:-)
Ham uns wie immer zusammen mit dem Reiseführer von "Know How", den ich an der Stelle einmal loben möchte (auch wenn das “Mar Chicita” ein Reinfall war...), die Innenstadt und den Park angeschaut. Der Park, mit dem eklig-grünen See, dem verkommenen Rasen und den heruntergekommenen Bootchen war nicht so prickelnd, es sei denn man sucht eine Inspiration für traurige Geschichten...;-)
Tobi und ich war´n dann noch beim Friseur, auch wenn ich nix dagegen gehabt hätte, wenn Tanja mir nochmal die Haare geschnitten hätte...;-) Mit neuer und luftiger Freiheit war´n wir dann auf die Temperaturen, die uns in den nächsten Wochen noch bevorstanden, gut gewappnet, obwohl wir eher wie Ex-Knackis aussahen...;-)
Wir ham dann ja noch das “Mar Chicita” besucht, was der absolute Reinfall war, hier war´s noch trauriger als im Stadtpark von Cordoba, überall abgerissene oder eingestürzte Bauten am Ufer, nix zu tun und dann hat´s sogar noch geregnet. Wir hatten´s uns dann gerade unter einer löchrigen Plan gemütlich gemacht, die über ein paar Betonbänken gespannt war, als man auch prompt Geld dafür kassieren wollte, da die Bank wohl zu einem kleinen danebenliegenden Campingplatz gehört. Die kleine Gruppe Argentinier am Nebentisch hat sich gebeugt und bezahlt, die geizigen Deutschen, ham sich dann lieber in den jetzt nur noch schwachen Nieselregen gesetzt, um dort ihren mitgebrachten Proviant zu vertilgen...:-) Auf der Rückfahrt hab´ ich noch mit einem Mädel (Vanessa) geredet, die ursprünglich aus der Ecke Mar Chicita, also Cordoba kommt, jedoch normalerweise in Buenos Aires studiert und die hat mir dann noch ein bissel von einem Städtchen etwas westlich von Córdoba erzählt, das wir unbedingt noch besuchen sollten, um dort zu so einem Jesuskreuz zu wandern und das haben wir dann auch am Folgetag gemacht...:-)
Der Weg nach oben auf den Hügel in Carlos Paz war etwas steinig (sodass sich manche Argentinier in Flipflops doch etwas schwer getan haben...:-) ) und das Kreuz fand ich nicht besonders beeindruckend. Interessanter war das Loch im Zaun dahinter das dann zu einem unberührteren Stückchen Natur führte, wo irgendwelche (vermutungsweise) Bienenstöcke aufgestellt waren und außer uns dann auch niemand war. Allgemein war die Landschaft in der Gegend schön grün und einladend...
Irgendwie herrscht da in der Gegend dann noch ein spezielles Mikroklima, das wohl sehr gesund sein soll, ist eine Art Aushängeschild für das Gebiet.
Am nächsten Tag ging´s dann auch schon wieder weiter nach Salta im Nordwesten Argentiniens. Auf der Fahrt ist ein argentienischer Lehrer zugestiegen (gleichzeitg auch Bürgermeister von seinem kleinen Örtchen) und wir haben uns über die Unterschiede von Europa und Südamerika unterhalten und er war immer wieder begeistert, wie einige Sachen in der "Ersten Welt", wie er sie bezeichnet hat, so funktionieren. Auch ´nen witzigen Bayer ham wir noch auf der Fahrt kennengelernt, dem man an seiner Art zu reden total angemerkt hat, dass er schon öfters Büttenreden gehalten hat... :-)
Über das Städtchen Salta werde ich dann mehr im nächsten Beitrag erzählen.
Viele Grüße
...und trauert über seine verlorene Haarpracht...;-)