Montag, 20. April 2009

Córdoba und Umgebung...


Córdoba empfand ich als sehr schöne Stadt, allerdings war aufgrund der Semesterferien relativ wenig los, sodass wir abends, außer mal in eine Bar zu geh´n nicht viel gestartet haben. Besonders gut hat mir in der Stadt die mit Pflanzen überwachsene Fußgängerzone im Zentrum gefallen.
Jedenfalls fiel uns hier noch ein 2. Problem auf, das die Argentinier neben dem Mangel an Kleingeld mit ihrem Geldkreislauf haben, nämlich, dass montags grundsätzlich mal die meisten Geldautomaten kein Geld mehr ausspucken. Der Grund sei anscheinend folgender, die Argentinier werden wochenweise bezahlt und heben immer alle montags ihr ganzes Geld ab und die Banken sind wohl nicht schnell genug oder einfach zu doof, die Automaten wieder zügig aufzufüllen...:-)

Ham uns wie immer zusammen mit dem Reiseführer von "Know How", den ich an der Stelle einmal loben möchte (auch wenn das “Mar Chicita” ein Reinfall war...), die Innenstadt und den Park angeschaut. Der Park, mit dem eklig-grünen See, dem verkommenen Rasen und den heruntergekommenen Bootchen war nicht so prickelnd, es sei denn man sucht eine Inspiration für traurige Geschichten...;-)

Tobi und ich war´n dann noch beim Friseur, auch wenn ich nix dagegen gehabt hätte, wenn Tanja mir nochmal die Haare geschnitten hätte...;-) Mit neuer und luftiger Freiheit war´n wir dann auf die Temperaturen, die uns in den nächsten Wochen noch bevorstanden, gut gewappnet, obwohl wir eher wie Ex-Knackis aussahen...;-)

Wir ham dann ja noch das “Mar Chicita” besucht, was der absolute Reinfall war, hier war´s noch trauriger als im Stadtpark von Cordoba, überall abgerissene oder eingestürzte Bauten am Ufer, nix zu tun und dann hat´s sogar noch geregnet. Wir hatten´s uns dann gerade unter einer löchrigen Plan gemütlich gemacht, die über ein paar Betonbänken gespannt war, als man auch prompt Geld dafür kassieren wollte, da die Bank wohl zu einem kleinen danebenliegenden Campingplatz gehört. Die kleine Gruppe Argentinier am Nebentisch hat sich gebeugt und bezahlt, die geizigen Deutschen, ham sich dann lieber in den jetzt nur noch schwachen Nieselregen gesetzt, um dort ihren mitgebrachten Proviant zu vertilgen...:-) Auf der Rückfahrt hab´ ich noch mit einem Mädel (Vanessa) geredet, die ursprünglich aus der Ecke Mar Chicita, also Cordoba kommt, jedoch normalerweise in Buenos Aires studiert und die hat mir dann noch ein bissel von einem Städtchen etwas westlich von Córdoba erzählt, das wir unbedingt noch besuchen sollten, um dort zu so einem Jesuskreuz zu wandern und das haben wir dann auch am Folgetag gemacht...:-)

Der Weg nach oben auf den Hügel in Carlos Paz war etwas steinig (sodass sich manche Argentinier in Flipflops doch etwas schwer getan haben...:-) ) und das Kreuz fand ich nicht besonders beeindruckend. Interessanter war das Loch im Zaun dahinter das dann zu einem unberührteren Stückchen Natur führte, wo irgendwelche (vermutungsweise) Bienenstöcke aufgestellt waren und außer uns dann auch niemand war. Allgemein war die Landschaft in der Gegend schön grün und einladend...

Irgendwie herrscht da in der Gegend dann noch ein spezielles Mikroklima, das wohl sehr gesund sein soll, ist eine Art Aushängeschild für das Gebiet.

Am nächsten Tag ging´s dann auch schon wieder weiter nach Salta im Nordwesten Argentiniens. Auf der Fahrt ist ein argentienischer Lehrer zugestiegen (gleichzeitg auch Bürgermeister von seinem kleinen Örtchen) und wir haben uns über die Unterschiede von Europa und Südamerika unterhalten und er war immer wieder begeistert, wie einige Sachen in der "Ersten Welt", wie er sie bezeichnet hat, so funktionieren. Auch ´nen witzigen Bayer ham wir noch auf der Fahrt kennengelernt, dem man an seiner Art zu reden total angemerkt hat, dass er schon öfters Büttenreden gehalten hat... :-)

Über das Städtchen Salta werde ich dann mehr im nächsten Beitrag erzählen.

Viele Grüße


Michi



Tobi und ich in der übergrünten Fußgängerzone...



Typisch: Eine schöne geordnete Schlange vor dem Bus...:-)




Schöne Kirche...



Noch eine andere...:-)



Altes Riesenrad im Hintergrund...



Tobi freut sich über die hübsche Frisösin...;-)



...und trauert über seine verlorene Haarpracht...;-)


Am Terminal in Miramar am Mar Chicta...


Der trostlose Strand dort...


Der Dornenbaum ist mir am Anfang des Aufstiegs aufgefallen; da muss man schon vorsichtig sein, wenn abends von ´ner Pardy heimschwankt...;-)



Ich auf dem Hügel in Carlos Paz...


Carlos Paz von oben...




Auf dem "Bienenstock"-Gebiet in Carlos Paz...




Der Abstieg vom Berg mit Kreuz in Carlos Paz...



Nach so einer Wanderung darf man dann doch auch mal dekadent am Hostal-Pool relaxen...:-)

Valpo ade und der Antritt der Heimreise...


In Valpo angekommen hab´ ich mich dann, wie vorher vereinbart, die letzten Tage bis kurz nach Silvester bei Tobi einquartiert und kam damit auch noch in den Genuss der schönen neu angelegten Terasse seiner WG mit Spitzenaussicht über die Bucht...:-) Auch die letzten Tage in Valpo war´n etwas traurig, weil die gemütliche Stadt mit meinen neuen Freunden doch inzwischen ein Stück Heimat für mich war, jedoch nach und nach viele wieder Richtung zu Hause aufbrachen, wenn sie nicht schon unterwegs waren...

So hab´ ich also mit meinem übriggebliebenen Kater aus Temuco erst mal ´nen Lockeren gemacht...:-) Die Tage vor Silvester ist nicht mehr viel passiert. War noch mal in Los Gaviotines, ´ne kurze Hose abholen, die ich hab´ liegen lassen und hab´ ein paar von den Chaoten zum Essen in der WG eingeladen, es gab dann Rahmschnitzel mit Nudeln (und glaub´ Tomatensalat...:-) ).

Silvester war dann wieder High Life, Arturo mit der ganzen Santiago-Gang (Jobst, Jonas und noch ein paar Neuzugänge...:-) ) sind bei uns eingedrudelt und der Jo mit Lisa kamen dann auch nach ewigem Stau zwischen Santiago und Valpo (alle woll´n immer nach Valpo das Feuerwerk schau´n...) etwas verspätet und abgekämpft an. Ham dann erst mal ihre Sachen in ihr fertiges :-) Hostal geschleppt und ihre Wertsaachen sind in der “Hochsicherheitsschublade” im Büro des Besitzers, das gleichzeitg sein Schlafzimmer zu sein schien verstaut worden...;-) Nach anfänglichem Antrinken auf der Terasse ging´s dann auf den Mirador, das Feuerwerk abwarten. Plötzlich war´n alle weg, der Jo, Lisa und Tobi ham sich das Feuerwerk von der Wohnung unserer Vermieter (ein Stock über der WG) aus angeschaut und die andern war´n anscheinend unten auf der Ebene. Egal auf einmal ging das Feuerwerk los, ich konnte zwar nicht über die ganze Bucht schau´n, aber das was ich geseh´n hab´ hat mich schon recht beeindruckt, auch wenn ich von unseren Feuerwerken etwas mehr Koordination gewöhnt bin...:-) Wie in Chile so üblich ging dann natürlich das übliche “Chi-Chi-Chi-le-le-Gegröhle” los was ich total übertrieben fand; was hat denn der Staat mit Neujahr zu tun, sind halt extrem patriotisch die Kollegen. War jedenfalls noch eine riesen Sause auf dem Cerro und wie ich gehört hab´ auch sonst überall und der nächste Tag, sowie der folgende war erstmal “nur” Terasse angesagt (und die Gasse vor unserer Haustür, die als öffentliches Klo benutzt wurde, hat die Tage noch bestialisch gestunken, wenn sie´s nicht jetzt noch tut...) ...:-)

Ja, der Tobi und ich ham uns dann auch auf unsere anstehende große Reise eingestellt, alles vorbereitet und ein bissel geplant. Ich hab´ mich noch verabschiedet von denjenigen, die noch übriggeblieben sind, die Mädels aus Los Gaviotines hab´ ich schon ´nen Tag vor unserer Abreise verabschiedet, da sie auch aufgebrochen sind um ein paar Wochen herumzureisen.

Jo und Lisa sind bereits einen Tag vorher losgereist um Lisas Schwester in Empfang zu nehmen und wir haben sie dann Sonntag den 04.01.2009 in Mendoza (Argentinien) wieder eingeholt. Tanja kam dann auch noch einen Tag später nach und wir sind noch gemeinsam durch die Stadt gelaufen, abends Essen gegangen (wobei das Restaurant nicht annähernd so gut war, wie das vom letzten Mendozabesuch...;-) ) und danach im Park rumgelegen. Das Hostal war so typisch auf US-Touris ausgelegt, sprich Pardy-Mucke die ganze Zeit, das Personal übertrieben kumpelhaft und fast kein Gast kann bzw. versucht Spanisch zu sprechen. Waren jedenfalls so witzige Stockbetten, wobei das oberste in etwa 2,5 Metern Höhe lag, also irgendwie waren auf engstem Raum dann 8 Leute untergebracht...:-) Auf alle Fälle hieß es später dann Abschied nehmen von Jo, Lisa und ihrer Schwester. Da wir ja schon mal ein paar Tage im Oktober in Mendoza war´n, sind Tanja, Tobi und ich dann den nächsten Tag mit dem Bus direkt weiter nach Córdoba, nördlich von Mendoza, gereist.


Córdoba und Umgebung folgen dann beim nächsten Mal...:-)


Liebe Grüße


Michi



Valpo bei Nacht von Tobis WG aus...



Mein Zimmer für die letzten Tage in Valpo auf dem Cerro Alegre...



Nachbarschaft von Terasse aus...



Mehr Nachbarschaft...:-)



Nachbarschaft im Einzelnen, mit viel Grün...:-)



Mehr davon...:-)



Die WG von der Terasse aus...



WG-Küche...



Die neue Terasse selbst...

Kurz vor der großen Reise richtung Buenos Aires...:-)




Valparaíso (Cerro Alegre), auch von der Terasse aus (Boxen an!!) ...


Beim Abendessen in Mendoza...


Danach im Park beim Chillen...:-)