Montag, 28. März 2011

Florianopolis

Nach diesem Marathon im Sightseeing ham wir uns dann entschlossen mal etwas relaxteres zu machen, sprich Sonne, Meer und Pardy...:-)

Florianopolis hat dafür die absolut richtigen Voraussetzungen. Also wieder ab in den Bus, ne kleine Ochsentour durch Brasilien und schon warn wir da...:-) Am Busterminal in Floripa mussten wir noch mal umsteigen auf den lokalen Terminal, dann noch en Stückchen weiter und wir sind in Barra de Lagoa angekommen. Das Hostal war typisch "Backpacker", also nichts besonders landesspezifisches, sondern eben ein Haufen saufender und feiernder Australier, Engländer, Europäer, Israelis, Amis und Argentinier. Im Prinzip genau das, was man braucht, wenn man ein paar Wochen Kultururlaub hinter sich hat...:-) Das Hostel mit seinen 1000 Angeboten, von Shisha, über Kajak bis hin zu Themenabenden, wie z.B. Australia drinks against the rest of the world. Mich hats wirklich auch sehr stark an die Party-Hostels in Australien erinnert und außer mit einer Hand voll Leute, mit denen man Spanisch sprechen konnte, musste man sich wieder mit dem guten alten Englisch anfreunden, aber ne Woche hält man das schon aus...:-)

Wir hatten dann auch bald ein paar (teils) Spanischsprachler zusammen, 4 Argentinier/innen (Ramiro und XY und 2 Mädels), 1 Paraguayer, 2 Amis, 2 Israelitinnen, ja und der Tobi und ich eben...:-)

Die Woche war sicher sehr erholsam, wenn gleich nicht besonders "kulturrreich". Hab mit nem XY aus Ravensburg nen Surfkurs belegt, das hat auch ganz gut geklappt, wobei ichs nach dem Kurs gleich wieder übertreiben musste und beim Versuch auf den größeren Wellen zu reiten erst mal wieder in die Realität zurück geholt wurde.
Ja, mit Bernhard aus München war ich dann noch Kajak fahrn, das war witzig, weil sein Boot voll mit Wasser gelaufen ist und wir es dann mit Hilfe von 2 jungen angelnden Brasilianern an Land ziehen mussten, um es mit Flipflops querfeldein zum Hostal zurück zutragen.

Essen warn wir meistens in so Buffetläden, da gabs allerlei Gutes und man musste nach Gewicht bezahlen.
Feiern war entweder im Hostal oder in der kleinen Bucht am Strand hinter dem Hostal angesagt, Prahina ham sie den immer genannt. Da gabs billig Caipi und die Leute ham im Sand getanzt...:-)

Auf Floripa, ist im Übrigen eine Insel mit Verbindung zum Festland, kann man mit dem Bus innerhalb 15 min zum nächsten Traumstrand fahrn, da hat man echt die Auswahl. Wir ham dann natürlich auch einige Strände "ausprobiert" und auch in der Nähe unseres Hostals nen netten Platz gefunden. Dort hab ich mir allerdings, als ich wieder aus dem Wasser wollte das Schienbein an Muscheln, die am Felsen wohnten, aufgeschlitzt, das sieht man heute noch ein bissel, schönes Souvenir...;-)

Sonst ist eigentlich nicht viel erwähnenswertes passiert, 1 Mal bin ich noch von einem schwulem Argentinier in seine Wohnung eingeladen worden, falls ich mal da sei, da hab ich dann mal schnell das Thema gewechselt. Wen ich noch witzig fand, war der andere Kumpel von dem Kalifornier Jef (glaub ich), die ham sich ja alle irgendwie gekannt auch die Argentinier, die ham sich immer zum Urlaubmachen dort getroffen. Jedenfalls war der seit Kurzem Lehrer in der Nähe von Floripa und sein Chef hat ihn wohl gleich am ersten Tag gefragt, ob er hier sei, um sich seine Frau zu suchen, hehehe....

Gut, mir fällt da natürlich immer noch mehr ein, aber ich denk, das passt so weit, muss ja auch noch die anderen Posts fertig bekommen...;-) Sind dann nach einer Woche weiter über Porto Alegre bis nach Montevideo, der Hauptstadt von Uruguay gefahren, mit Stop in Porto Alegre, unterwegs hab ich sogar Windräder gesehen und mich ein paar Stunden mit ner netten brasilianischen Lehrerin unterhalten, die ihren Freund in Porto Alegegre hatte, aber in der Nähe von Floripa arbeitete und daher immer "Beziehungspendeln" musste...;-)



Witzige Argentinierin aus Buenos Aires glaub ich...:-)




Blick über Barra de Lagoa...



ich kurz bevor ich mich beim Surfen überschätzt hab...;-)




Nochmal die Bucht....



Bei einem der Ausflüge zu einem anderen Strand auf der Insel...




Die Windräder, da hab ich mich gefreut...;-)

Cataratas de Iguacu


Über 2 Jahre später beschließe ich also den Rest meiner Reise auch noch hier festzuhalten.

Nachdem wir also von Ciudad del Este über Foz do Iguacu in Brasilien, bis ins kleine Touri-Städtchen Puerto Iguazu in Argentinien gelangt sind, mussten wir uns wie immer ein nettes Hostal für die kommenden paar Tage suchen.

Das war immer kein großes Problem, v.a. bei den riesigen Wasserfällen, die es hier gibt, da hat man gleich etwas mehr Auswahl, als im eher trostlosen Paraguay.

Ich weiß nicht mehr in welcher Reihenfolge, jedenfalls haben wir uns zum Einen natürlich die Wasserfälle als solche angeschaut, die sind natürlich erste Sahne und gehören zu den größten der Welt. Zum Anderen haben das etwas weiter oberhalb liegende Kraftwerk Itaipu besichtigt. Dazu mussten wir wieder ein Stück weit durch Brasilien fahren. Wir hatten uns schon in Ciudad del Este überlegt das Kraftwerk von der paraguayanischen Seite aus zu besichtigen, nur war hier die Infrastrukutr so schlecht, dass wir kein passendes Angebot gefunden haben und uns somit für die brasilianische Seite entschlossen haben.

Bei der Besichtigung des Kraftwerks haben wir die englische-technische Tour (na klar, als Uschis...;-) ) genommen, da die spanische Tour eher allgemein gehalten war und unser Portugiesisch für eine technische Tour nicht zu gebrauchen war.

Es war jedenfalls sehr beeindruckend, auch wenn ich bei diesem riesigen Bauwerk schon daran denken musste, dass es doch echt schade ist, dass hier Wasserfälle, die anscheinend noch größer und schöner als die von Iguazu waren, der Stromversorgung haben weichen müssen. Per Vertrag ist die Stromversorgung zwischen den beiden Ländern wie folgt geregelt. Jede Seite erhält 50 %, wobei Paraguay von seinen 50 % wiederum 90 % an Brasilien zurück verkauft, weil deren Verbrauch einfach zu niedrig ist.

Bei den Iguazu-Wasserfällen gab es eine immense Artenvielfalt, nicht nur bei den Tieren, auch von den Nationalitäten der Menschen...;-)

Wenn wir nicht gerade auf Tour waren ham wir uns das kleine Städtchen etwas angeschaut oder sind viel im Hostel rumgesessen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich aufgrund des guten Internet-Zugangs viel an meinem Blog geschrieben hab oder wir uns irgendwelche Kinofilme reingezogen haben. Der Hostalbesitzer war ein dicker und mürrischer Kerl, der uns zunächst nicht erlauben wollte, die übrig gebliebenen Sachen von anderen Touris zu verkochen. Dann hat er ganz clever zu seiner dicken aber netten Frau auf spanisch gesagt: "Se pueden comprar comida en su mismo, tienen dinero", was so viel heißt, wie "die ham Geld genug und können ihr eigenes Essen kaufen". Naja, ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber ich glaub wir ham dann doch einige Sachen genommen....:-)

Abends an der Bar ham wir noch einen netten schwarzen Argentinier, der ne israelische Freundin hatte (die Freundin war eher mäßig auf dem Foto, aber er fand sie so toll, dass man ja nur noch zustimmen kann...;-) ), kennengelernt. Der war lange Zeit auf der ganzen Welt als Tango-Tänzer unterwegs und ist inzwischen als Bar-Keeper in dem Hostal gelandet. Jedenfalls ham wir über alles mögliche geredet und ein paar Cocktails gezogen. Letztendlich war das Thema auch, wie toll es in Europa ist, da hat sich der zweite Argentinier an der Bar aufgeregt, weil er es in Argentinien so toll findet. Wir ham uns da mal vornehm zurück gehalten. Jedenfalls hat der Bar-Keeper, der im Übrigen gebürtiger Kubaner war und von Argentiniern adoptiert wurde, irgendwann gemeint, dass es deutschen mögen zuerst nachzudenken und dann zu handeln, "Les gusta pensar antes de hacer", wobei er sicher im Vergleich gesehen nicht ganz Unrecht hat. Das war jetzt nur wieder ein Beispiel dafür, dass die eigentlich überall in der Welt gut über uns gesprochen wird, nur nicht in Deutschland selbst, aber das ist eben Mentalitätssache, andere Nationen verstehen es viel besser sich in Szene zu setzen....;-)

Ok, lange Rede kurzer Sinn, hier die Bilder..:-)




Sicht vom Weg auf halber Höhe der Wasserfälle...




Sicht auf die Wasserfälle mit dem großen "Hauptauslass"...




Das lass ich mir noch entwickeln...;-)



Ich war wirklich da...;-)




Nochmal von oben...




So ne Art Leguan, war gut und gerne 1,5 m lang...




Gottesanbeterin, etwa 15 cm....




Die Libelle hab ich aus ner Pfütze gerettet...:-)




Kleines Krokodil, denk mal so 1,5 bis 2 m....




Garganta del Diabolo....




Nochmal von links...




Andere Seite....




Von der Plattform aus...





Rechts...


Der Tobi...:-)


Nochmal Überblick von Tobis Kamera, meine war voll....




Jawohl....



Itaipu, Damm und Hochspannungsleitungen...



Tobi und ich unterhalb vom Damm...




Riesen Teil....:-)




Garganta del Dioblo...


Nochmal...