In La Paz angekommen sind die Anderen dann auf die Suche nach einem Hostal gegangen und ich habe mich nach einem Bus nach Copacabana am Titicaca-See erkundigt, weil ich etwas krank von der Wueste war und ich keine Lust auf Grossstadt hatte, so war ich eben nur 3 Stunden in La Paz... Ich wollte nicht mit den Touribussen fahren und musste dann erstmal mit einem lokalen Bus an den Friedhof fahren, wo die ganzen lokalen Busse in La Paz abfahren... Hab' mir dann ein Ticket gekauft und mich eine Weile mit einer aelteren Bolivianerin (Carmen) unterhalten, die eine Rolle Linolium zu ihrer Mutter nach Copacabana schicken wollte (In Suedamerika werden die Langstreckenbusse oft als guenstige Post benutzt). Jetzt war die Rolle halt 2,5 Meter lang und hat nicht unten in den Laderaum gepasst... Sie hat dann den Fahrer gefragt ob sie die Rolle oben in den Bus legen koenne und der war einverstanden. Mich hat sie dann gefragt ob ich schauen kann, dass ihre Mutter die Rolle auch bekommt und sie kein anderer mitnimmt. Klar, hoeflich wie ich bin (und nachdem ich mich ueberzeugt hatte, dass es sich wohl nicht um ein Paket Drogen handelt...;-) ) hab' ich der alten Dame, die inzwischen ueber Handy informiert wurde ihr heissbegehrtes Linolium in Copacabana gegeben. Die 70jaehrige Frau ist mir um den Hals gefallen und hat sich gefreut, wie ein Schneekoenig. Sie hat mich dann gleich zu sich eingladen was zu essen, aber ich hatte auf der Fahrt schon eine bolivianische Anwaeltin kennengelernt, die mich gleich durch die Stadt fuehren wollte. Hab's dann leider die folgenden Tage nicht mehr auf die Reihe bekommen die alte Dame zu besuchen, was ich schon sehr schade find´.... Waehrend der Busfahrt nach Copacabana mussten wir dann noch zu meiner Ueberraschung mit einer Faehre fahren (fuer Peru hab' ich mir jetzt 'ne Karte besorgt...:-) ) 15 km vor dem Ziel ist jedenfalls der Motor am Hang ueberhitzt und ich musste mit meiner von der Wueste uebriggebliebenen 5-Liter-Flasche aushelfen, zum Glueck waren da so kleine Baeche in der Naehe. Nachdem der Bus wieder gefahren ist ging es keine 5 Minuten und der Keilriemen ist gerissen. Das sind eben die abenteuerlichen Vorteile, die man geniesst, wenn man mit den Einheimischen anstatt mit den guten Touribussen reist...;-) Meine Nebensitzerin (Alicia), die oben genannte Anwaeltin, hat sich jedenfalls recht aufgeregt, weil sie vor der Siesta noch einiges zu tun hatte (am Wochenende organisiert sie Bootsfahrten fuer 'ne Argentur von Copacabana aus, als Zweitjob, weil's soviel Spass macht...;-) ), waehrend ich staendig betont habe wieviel Zeit ich doch habe, weil ich im Urlaub bin...:-) Jedenfalls hatte ich ja dann das Glueck, dass Siesta war als wir angekommen sind und sie mich durch die Stadt fuehren konnte und mir alle guten Plaetze, Bars und Restaurants zeigen konnte... Naja, so gross ist die "Stadt" auch nicht, 5000 Einwohner, aber ein total cooler Ort um ein paar Tage zu verbringen... Wie gesagt war ich ja recht krank und hab' mich spaeter dann erst mal tierisch auf mein Bett gefreut... Das Hostal (2 Euro/Nacht :-) ) hiess Wayna (Wind) und wird von einer bolivianischen Familie betrieben. Es gab in diesem Hostal fast keine anderen Auslaender, sodass ich das Glueck hatte noch ein paar Leute aus Bolivien kennenzulernen... Allerdings gab es bei diesem Hostal, wie anscheinend oefter in Bolivien, Wasserzeiten, das ist schon bloed wenn man auf der Schuessel sitzt und danach feststellt, dass die Spuelung grad nicht geht...;-) Auf alle Faelle hab' ich auch hier festgestellt, dass die Leute vom Land in Bolivien sehr sehr hoeflich und zurueckhaltend sind (zumindest, wenn sie nuechtern sind...). Am naechsten Tag kamen dann die andern, die ich aus der Wueste kannte nach einem Tag in La Paz nach und wir sind abends zusammen (die Englaender waren verschollen...) auf die "fiesta de los taxistas" gegangen, die Taxifahrer wollen auch mal feiern...;-) Das war ein Erlebnis, ich hatte leider keine Kamara dabei, aber die ham da so 'nen original bolivianischen Tanz in Begleitung von Guggenmusik vorgefuehrt. Aber mit welcher Kondition, die ham von mittags um 4 (da haben sie mich aufgeweckt;-) ) bis um 1 nachts mit wenig Pause zwischendurch gespielt, da koennen sich die Spaetzuender mal 'ne Scheibe abschneiden...;-) Die ham auf jeden Fall gesoffen wie die Schweine und auch die aeltern Maenner und Frauen waren am Schluss so voll, dass sie auf der Strasse rumgeflogen sind, sowas hab' ich weder beim Fussball, noch bei der Narrenzunft erlebt...;-) Ne, war schon Grenzgaengig, die Frauen vom Land in Bolivien haben immer so 'nen Hut auf und so ein grosses Tuch um den Hals indem sie ihre Babys auf dem Ruecken Tragen und ich hab' auch eine total besoffene von denen mit Kind auf dem Ruecken gesehen, die dann umgefallen ist. Allerdings ist nix passiert, und sie hat danach aufgehoert zu tanzen, zu ihrem Glueck, weil Alicia sie sonst zur Polizei geschleppt haette... Jedenfalls war das mit dem Feiern nicht die beste Idee, weil ich naechten Tag echt krank war und sich mein Aufenthalt in Copacaban unfreiwillig um einen Tag verlaengert hatte... Zur Staerkung bin ich abends im Markt essen gegangen (Tip von Alicia), da essen die ganzen Einheimischen auch. Ich hab' mir da Trucha (Fisch der dort lebt, also im See...;-) ) fuer 1,5 Euro bestellt und es war einer der besten Fische, die ich bis jetzt gegessen habe...
Bin dann am Montag den 27.10. noch mit 'nem Boetchen auf die Isla del sol gefahren, die anfangs allerdings alles andere als Sonne zu bieten hatte. Weiter unten ist ein Video vom Schaukeln des Bootes, zuerst mussten aus Sicherheitsgruenden 10 runter vom Dach, dann weitere 5, dann der Rest, hatte echt das Gefuehl wir kippen bald... Auf dieser Hinfahrt hab' ich dann 'ne nette Gruppe kennengelernt, 2 Deutsche (Bertram und Danica) und ein Kanadier, denen ich mich fuer diesen Tag auf der Insel angeschlossen hab'...:-)
Auf dem Nordteil der Insel angekommen war das Wetter dann auch wieder schoen und uns hat ein netter Einheimischer erst mal ein kleines Museum gezeigt und dann ging's los um die Ruinen zu besichtigen... Der Weg war wunderschoen mit Steinen aus der Gegend gepflastert und man hatte einen konstanten Blick auf's Meer... Der Einheimische hat dann viele tolle Sachen erzaehlt, u.a., dass die Menschen auf der Insel ausschliesslich per Hand arbeiten, also keine Maschinen benutzen, dass die Feuchtigkeit nur durch die Pflanzen auf der Insel gehalten wird und eben Dinge ueber die Kultur der Inkas, v.a. als wir an dem Felsen angekommen waren, wo anscheinend der erste Inka vom Himmel herabstieg und die Erde betrat. Von den Ruinen aus gab's dann einen Wanderweg ueber die Bergkaemme der Insel bis zum Suedteil, wo das Boot uns wieder abgeholt hatte... Der Weg (etwa 3 Stunden...) war auch total der Hammer mit wunderschoener Aussicht, aber ueberrascht hat uns doch, dass wir 2 mal Wegzoll bezahlen mussten, von dem wir vorher nichts gehoert haben, die dummen Touris halt...;-)
Der See, auch vom Dach aus...
Seegang auf der Hinfahrt zur Isla del Sol, echt hart...
Schoen angelegter Weg ueber die Huegelkaemme der Isla del Sol...
Der Lago Titicaca im Hintergrund von der Insel aus...
Nochmal ohne mich...:-)
Danica und ich...
Vom Ablegehafen der Isla del Sol, Blick nach oben...

Bin dann am Montag den 27.10. noch mit 'nem Boetchen auf die Isla del sol gefahren, die anfangs allerdings alles andere als Sonne zu bieten hatte. Weiter unten ist ein Video vom Schaukeln des Bootes, zuerst mussten aus Sicherheitsgruenden 10 runter vom Dach, dann weitere 5, dann der Rest, hatte echt das Gefuehl wir kippen bald... Auf dieser Hinfahrt hab' ich dann 'ne nette Gruppe kennengelernt, 2 Deutsche (Bertram und Danica) und ein Kanadier, denen ich mich fuer diesen Tag auf der Insel angeschlossen hab'...:-)
Auf dem Nordteil der Insel angekommen war das Wetter dann auch wieder schoen und uns hat ein netter Einheimischer erst mal ein kleines Museum gezeigt und dann ging's los um die Ruinen zu besichtigen... Der Weg war wunderschoen mit Steinen aus der Gegend gepflastert und man hatte einen konstanten Blick auf's Meer... Der Einheimische hat dann viele tolle Sachen erzaehlt, u.a., dass die Menschen auf der Insel ausschliesslich per Hand arbeiten, also keine Maschinen benutzen, dass die Feuchtigkeit nur durch die Pflanzen auf der Insel gehalten wird und eben Dinge ueber die Kultur der Inkas, v.a. als wir an dem Felsen angekommen waren, wo anscheinend der erste Inka vom Himmel herabstieg und die Erde betrat. Von den Ruinen aus gab's dann einen Wanderweg ueber die Bergkaemme der Insel bis zum Suedteil, wo das Boot uns wieder abgeholt hatte... Der Weg (etwa 3 Stunden...) war auch total der Hammer mit wunderschoener Aussicht, aber ueberrascht hat uns doch, dass wir 2 mal Wegzoll bezahlen mussten, von dem wir vorher nichts gehoert haben, die dummen Touris halt...;-)
Ja zurueck im Hafen angekommen, blieb mir dann auch nicht mehr soviel Zeit, hab´ also kurz mein Zeug aus dem Hostal (einen Tag vorher hat mir die Hausbesitzerin noch klarmachen wollen, ich haette noch eine Nacht offen, obwohl ich alles bezahlt hatte, hab´ sie dann doch ueberzeugt, dass alles passt, Halsabschneiderin...) geholt und ab gings zur Bushaltestelle... Mit ´nem Schuttlebus gings dann ueber die bolivianisch-perunanische Grenze bis nach Puno. Dort hatte ich leider noch keinen Anschlussbus und nur 10 Minuten Zeit mir ohne Landeswaehrung einen zu besorgen. Zum Glueck war ich nicht alleine, 2 Kroaten und einem Schweden ging´s genauso. Wir konnten dann doch in US-Dollar bezahlen (danke Mama...;-) ) und konnten einsteigen. Nach ´ner halbe Stunde sind wir dann wieder in so ´nen "Savannen-Bus" umgestiegen und als ich im vorigen Post von ´ner schlimmen Busfahrt erzaehlt hatte, wusste ich noch nicht, dass es auch noch schlimmer geht... Der Bus musste Mega-Umwege fahr´n, weil die Minenarbeiter gestreikt haben (deshalb war die Fahrt auch 50 % teurer. Wenn die streiken heisst das, sie legen alles Moegliche was sie g´rade finden auf die Strassen, in den meisten Faellen Baeume und Felsen und die Busse muessen schauen wie sie ihre Ziele erreichen. In meinem Fall war das Cuzco und anstatt der normalen 8 Stunden auf der Strasse sind wir dann 12 Stunden auf Feldwegen unterwegsgewesen, wobei der Fahrer die verdammte Einheimischen-Volksmusik bis zum Anschlag aufgedreht hatte, sodass ich im Dunkeln gesessen bin und dachte ich dreh´ demnaechst durch, weil auch meine Bitte, die "Lala" etwas leiser zu machen dezent ignoriert wurde.... Auch Allgemein ham die sich ziemlich authoritaer aufgefuehrt, da wollte eine Bolivianerin 2 km vor dem Terminal in Cuzco aussteigen und die ham die einfach net rausgelassen, naja, andere Laender andere Sitten...
Cuzco und Machu Picchu bis nach Lima folgt als Naechstes...:-)
Liebe Gruesse
Michi
Vorlaender des Lago Titicaca vom Bus aus...
Waehrend der Buspanne...:-)
Die Riesenkirche fuer die 5000-Seelen-Gemeinder Copacabana...
Alicia aus La Paz...
Copacabana vom Dach des Hostals aus...
Der See, auch vom Dach aus...
Seegang auf der Hinfahrt zur Isla del Sol, echt hart...
Schoen angelegter Weg ueber die Huegelkaemme der Isla del Sol...
Der Lago Titicaca im Hintergrund von der Insel aus...
Nochmal ohne mich...:-)
Danica und ich...
Vom Ablegehafen der Isla del Sol, Blick nach oben...
Die Ruinen auf der Isla del Sol...
Auf der Rueckfahrt war das Wetter etwas besser als auf der Hinfahrt...:-)
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