Vom Busbahnhof bis zum Hostal erhofften wir uns eigentlich eine Busfahrt, die aufgrund von Überladung jedoch ins Wasser viel. Es war dann doch ziemlich anstrengend die schweren Rucksäcke von einem Ende der Stadt bis zum anderen zu tragen, aber es hatte sich gelohnt. Im Hostal Cordones angekommen haben wir auch schon gleich die schöne gemütliche Atmosphäre genossen. Der Besitzer, ein ausgewanderter Deutscher aus Hannover und seine argentinische Frau haben sehr viel Liebe zum Detail in der Herrberge erkennen lassen. Tanja und Tobi sind dann noch etwas in der Stadt rumgeiert, während ich erst mal Siesta gehalten habe...:-)
Wir haben während unserers Aufenthalts in Salta 2 Tagesausflüge in die nähere Umgebung gemacht, von dem der zweite doch sehr touristisch aber trotzdem interessant war. Zuerst haben wir die "Quebrada de San Lorenzo" besichtigt, was soviel, wie eine kleine Schlucht mit Bach ist, ganz nett, aber doch nicht mega überzeugend. Es war jedenfalls in kürzester Zeit durchwandert und wir sind zurück ins Hostal.
Im Hostal haben wir noch 2 nette Mädels aus Jena kennengelernt, die Jazz und die Michi, die am nächsten Tag dann auch mit auf die Ausfahrt sind und mit denen wir noch auf den Hügel neben der Stadt hochgeklettert sind. Nach unseren gemeinsamen Ausflügen sind sie dann weiter nach Bolivien gereist sind.
Am nächsten Tag sind wir auf eine organisierte Tagesausfahrt in die Einöde der Umgebung gefahren und haben von skurilen Buntsandsteinformationen, über einen natürlichen Canyon-Klangkörper bis hin zum Hochplateau auf dem die Cordones (sehr spezialisierte und angepasste Kakteen, die nur in dieser Höhe vorkommen) quasi einen "Western-Rundumschlag" im Schnelldurchlauf gemacht. Die Landschaft war beeindruckend aber trocken und öde und ich musste mich ein bisschen zurück an die Atacama erinnern, wobei im Vergleich zu der doch schon noch einiges an Vegeatation vorhanden ist. Auf der Fahrt haben wir eine nette Clique argentinischer Psychologinnen kennengelernt, mit denen wir abends im Hostal noch gemütlich bis nachts geplaudert ham, wobei sie morgens leider schon wieder weiter mussten... 2 dieser Mädels, nämlich Laura und Flor, sollten Tobi und ich dann später in Buenos Aires wiedertreffen...
Am nächsten Tag ham wir dann eine weitere tolle Clique von Mädels aus Buenos Aires kennengelernt, die allesamt Studentinnen aus der Hauptstadt waren. Es ist wirklich interessant wieviel große reine Mädelsgruppen in Südamerika umherreisen...:-) Wir sind abends noch lange im Hostal zusammengesessen und ham bis morgens gequatscht, endlich wieder gescheit Spanisch reden...:-) Zwischendrin waren wir noch kurz in der Barstraße für eine Stunde, wo wir ein paar unhöfliche Argentinier, die eigentlich Kumpels der Argentinierinnen sein sollten, kennengelernt haben, wobei dann schon langsam aber sicher eh überall die Bürgersteige hochgeklappt wurden, ganz zur Verwunderung der Argentinierinnen, die das von Buenos Aieres natürlich nicht gewohnt sind. Wir haben dann eben noch im Hostal zusammen gefeiert und den "Jugo Magico" (Wodka-O) bis in die frühen Morgenstunden konsumiert. Die Mädels sind dann am nächsten Morgen weitergereist und wir dann den gleichen Abend... Von Salta aus ging´s dann weiter nach Asuncion, der Hauptstadt von Paraguay, aber davon mehr im nächsten Post...:-)
Lieber Gruß
Michi
Neuer, noch größerer (Cordones-)Kaktusfreund...:-)
Cooler Spruch...:-)
Regenabfluss durch die Küche...:-)
Klanggrotte...
Die lustige Touri-Runde...:-)

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